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Mobbing am Arbeitsplatz

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Vorwort

Vorwort zu Mobbing

Mobbing (engl. bullying, zu mob: Meute oder to mob: anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen ist die Schikane, Intrige und halt Psychoterror am Arbeitsplatz (Beleidigen - Abkanzeln - Intrigieren - Verunsichern - Fertigmachen - Gerüchte - Sticheleien - Bloßstellen - Tratscht - Klatsch - üble Nachrede). Schluss damit!

Mobbing dieser Begriff hat sich so etwa ab 1992 sehr schnell in Deutschland verbreitet, davor wussten nur wenige, was Mobbing bedeuten soll. 1996 wurde das Wort in den Duden aufgenommen. Es gibt keine einheitliche Definition für das Phänomen Mobbing. Seit der ersten wissenschaftlichen Beschäftigung z.B.. durch Prof.Leymann in Schweden, haben sich immer mehr Fachleute und die Medien mit Mobbing am Arbeitsplatz befasst. Was dazu geführt hat, dass das Wort Mobbing in der Alltagssprache zu einem Synonym für “schlechte Behandlung und fertig machen” geworden ist.
Nach Schätzungen sind in Deutschland 1,5 Mio. Berufstätige betroffen - die Schadenssumme beläuft jährlich auf viele Millionen EURO!

Laut Mobbingbericht der Bundesregierung (2002) ist Mobbing, “das eine Person am Arbeitsplatz häufig und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert oder halt benachteiligt und ausgegrenzt wird”. Es wurden seither zahlreiche Studien zum Thema Mobbing veröffentlicht, mit vielen Tipps und Informationen zur Prävention, aber die Patentlösungen für das große Problem Mobbing wurde bisher nicht aufgezeigt, damit all den Betroffenen tatsächlich effektive Hilfe erfahren!
Weil heute alle über Mobbing reden, wird der Begriff leider immer häufigerer verwässert oder gar missbraucht.
Ein Streit zwischen Kolleginnen und Kollegen, eine nicht verständliche Anweisung vom Chef, eines Vorgesetzten oder eine unverständliche Bemerkung wird oft sofort als Mobbing bezeichnet.

Tatsächlich gibt es viele Betroffene, die wirklich sehr schlimme und schmerzhafte Erfahrungen mit Mobbing & Bossing Tag für Tag ausgesetzt sind! Ich weis als Ex-Betroffener was dies für die Betroffenen bedeutet. Mit der Verschärfung von Leistungsdruck, Stellenabbau und Konkurrenz am Arbeitsplatz wird Mobbing kurzfristig nicht beseitigt werden.

Jeder Mensch hat es auf die eine oder andere Weise am eigenen Leib schon einmal oder des Öfteren erlebt. Wer kennt das Lügen, das Geschnittenwerden, die Ausgrenzung der Kollegen, den Hass, die Verleugnung und die Wut nicht.

Die Betroffenen haben kaum eine Chance diesen Konflikt aus eigener Kraft zu beenden, deshalb sollten sich Betroffene gut informieren und ggf. seriöse Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen, um wenigstens ohne gesundheitlich Schäden aus dieser Situation zu kommen. Auch wenn Sie Hilfe in Anspruch nehmen, ist das natürlich keine Gewähr für den erhalt des Arbeitsplatzes!
Wer sich beim Vorgesetzten, beim Arbeitgeber oder beim Betriebsrat/Personalrat über "Mobbing" beschwert, muß damit rechnen, in die "falsche Schublade" gesteckt zu werden. Auch dann, wenn der Vorwurf des Mobbing ernst genommen wird, kommt es letztlich auf die konkreten Schikanen an, denen man ausgesetzt ist. Sind diese Schikanen gravierend, kann man vom Arbeitgeber Abhilfe verlangen, sind sie nicht gravierend, muss man sich irgendwie arrangieren. Führungskräfte sind zwar in der Regel fachlich qualifiziert, aber zu oft fehlt es ihnen an Führungskompetenz.

Wer von "Mobbing" spricht, sollte daher unbedingt zuvor geprüft haben, ob sein Problem wirklich Mobbing ist. Anderenfalls sollte auf dieses Schlagwort verzichten, da es mittlerweile - leider auch - oft missbraucht wird.

Gleichstellungsbeauftragte und Mitglieder der Interessenvertretung Stellen sollten für Mobbingbetroffene gute Ansprechpersonen sein. Insbesondere der Personalrat/Betriebsrat hat es in der Hand, Probleme innerhalb des Unternehmens mit der Leitung zu erörtern, ohne Namen nennen zu müssen.

"Nach vorn gucken"

Für die Betroffenen ist es sehr wichtig, von Kollegen, Familie, Verwandte, Freunde und Bekannte unterstützt zu werden - machen sie den Betroffenen Mut und geben unbedingt moralische Unterstützung , manchmal ist natürlich auch eine finanzielle notwendig.
Die Reaktionsmöglichkeiten, die ein betroffener Arbeitnehmer hat, sind sehr vielfältig und vom Einzelfall abhängig. Das Wichtigste ist jedoch: rechtzeitig handeln und sich gegebenenfalls professioneller Hilfe bedienen! Das Ziel einer Mobbingberatung sollte sein, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit des Mobbingopfers aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Gute Beratung ist als Entwicklungsprozess angelegt, in welchem auch die Frage geklärt wird, ob der Betroffene in dem Betrieb bleiben möchte, kann oder nicht.

Aber aufgepasst, schwarze Schafe gibt es überall, - also genau hinschauen wo man sich Rat, Hilfe und Unterstützung holt. Leider sind nicht alle Beratungsstellen, Mobbingberaterin oder Mobbingberater hinreichend qualifiziert. Als Mobbingberaterin oder Mobbingberater darf sich Jede/r bezeichnen, es handelt sich dabei nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung.

Daher legen ich bei der Auswahl der Experten größten Wert auf deren Kompetenz und Seriosität.

Die Probleme nicht „auf die lange Bank schieben“! Je eher man gegen dieses Problem angeht, desto geringer sind die psychischen Auswirkungen. Aber keine Sorge: es ist nie zu spät!
Doch allen Betroffenen sei gesagt, geben Sie niemals die Hoffnung auf, denn für alles gibt es mindestens eine Lösung, bilden Sie sich weiter, machen Sie Umschulungen, machen Sie das, was Sie schon immer machen wollten.

Also los, - informieren und nochmals informieren, nur wer gut informiert ist, kann sich effektiv wehren oder in ein neuen Lebensabschnitt ohne Mobbing und Stress einsteigen!

Frühzeitiges und vorbeugendes Konsultieren eines Anwalts kann oftmals ratsam sein, um die Probleme nicht zu vergrößern. Es kann Ihnen Zeit, Ärger und Geld sparen.


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